Dienstag, 19. März 2013

Manchmal gibt es so Tage ....

 ... da scheint das Leben Fahrt aufzunehmen, man wird überrascht durch Wendungen, mit denen man zumindest zum Zeitpunkt so gar nicht gerechnet hat.

Wir sind ja in Deutschland ein gar seltsames Völkchen geworden, überlegend, planend, uns Sorgen machend was in den nächsten Stunden, Tagen, Monaten, ja Jahren passieren wird. 

Dabei wissen wir nichts, gar nichts, wir wissen nicht was in fünf Minuten passieren wird oder morgen, geschweige denn im nächsten Jahr, aber wir machen uns Sorgen darum.

In der nächsten Minute kann uns der Schlaganfall ereilen oder ich kann heute Nacht im Bett vom Schlaf getroffen werden, wir können morgen eine vielleicht tödliche Krankheit diagnostiziert bekommen oder wir können uns in einigen Jahren bei guter Gesundheit, allerdings etwas dappliger an einem völlig anderen Ort wiederfinden.

Ich bin auch ein Spezialist dafür mir Gedanken zu machen, meist bedenkliche, bedrohliche, manchmal möchte ich vor ihnen davon laufen oder - seltener - möchte ich sie beschleunigen.

Die interessantesten Gedanken kommen mir nachts, wenn ich nicht schlafen kann und von einer Seite auf die andere rolle, ich finde sie wichtig, spinne sie aus, möchte sie festhalten, bin überzeugt am Morgen dort ansetzen zu können ... und wenn die Sonne aufgeht sind sie weg, einfach weg, spurlos.

Aber es gibt auch Zeiten, da fehlen mir Gedanken, dann fühle ich ein schmerzhafte Leere im Kopf, Desinteresse, Sinnlosigkeit, ich gehe von einer Stelle zur anderen, unruhig, rastlos, suche das Alleinsein, aber auch das empfinde ich schon nach kurzer Zeit als unerträglich.

Gestern und heute waren so Tage, scheinbar nutzlos, wie ein Klotz am Bein ... bis, ja bis heute eine Nachricht kam, mit der ich nicht im Traum gerechnet hatte.

Und plötzlich ist das Triste weg, meine Gedanken fangen wieder an zu arbeiten, eine neue Lebenssituation und ich brauchte gar nicht mal was dafür tun, danke.




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